Amputationsschmerzen


Amputationsschmerzen sind Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen

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Einleitung

– Etwa 60.000 Amputationen werden jährlich in Deutschland durchgeführt, davon entfallen 70 Prozent auf Diabetiker – auch Otto K. verlor seinen Unterschenkel wegen eines nicht heilenden Geschwürs. Er litt unter dem diabetischen Fußsyndrom, dass meist als Folge eines chronisch schlecht eingestellten Blutzuckers entsteht, wobei langfristig die Nervenenden geschädigt werden. Druckstellen oder Verletzungen spürte er nicht mehr, Wunden hat er erst sehr spät bemerkt, als sie nicht mehr heilten. In Deutschland werden jährlich bis zu 27.000 Fußamputationen bei Menschen mit Diabetes durchgeführt.

– Über zwei Drittel aller Amputationen sind durch arterielle Durchblutungsstörungen verursacht. Die Zahl der gefäßkranken Menschen wird in Deutschland auf vier bis sechs Millionen geschätzt. So gesehen ist das Risikopotential weit höher als man zunächst annimmt.

– Unfälle verursachen vier Prozent aller Amputationen.

– Ebenso hoch ist in etwa der Anteil von Amputationen, die durch Infektionen und Tumoren bedingt sind.

Das sind Zahlen, Prozente, mit denen kaum jemand gerechnet hat.

Nach einer Amputation treten Amputationsschmerzen auf. Die man unterteilt in Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen. Ich möchte nichts kopieren von all den vielen Gesundheitsseiten. Zig Links habe ich durchgelesen und das Beste was ich fand, gebe ich Ihnen weiter. Auch möchte ich Ihnen mit meinen Worten erklären, wie ich damit umging bzw. umgehe. Bei jeder(m) Anderen(m) kann wieder eine andere Situation auftreten.

Phantomschmerzen

Für mich am einfachsten zu erklären. Vorab aus meiner Sicht die besten Erklärungen aus dem Internet:  www.gesundheit.de und https://www.schmerzhilfe.de/phantomschmerzen/.

Auf der “Schmerzhilfe” Webseite befindet sich ein sehr gutes Video am Ende der Seite. Darin erklärt der Herr am Ende des Videos, wie er die Phantomschmerzen ohne Medikamente selbst behandelt hat.

Auch ich bekam vermutlich automatisch Tabletten gegen Phantomschmerzen nach der Amputation. Nach der Entlassung habe ich mir überlegt, wie dieser Schmerz entstehen könnte, durch was er ausgelöst wurde. Mir allein fiel keine plausible, logische Erklärung ein.

Seid dem habe ich ein persönlich, privates Gespräch geführt, mit meinem Stumpf, der vorhanden war und meinem Gehirn. Der Eingriff in meine menschliche Psyche hatte funktioniert! Jedes Mal, wenn etwas weh tat, von dem, was nicht mehr da war, habe ich dem Stumpf krass, frech und eindringlich klar gemacht, er solle doch mal schauen, was da weh tun soll, was nicht da ist.
Bis in’s Unermessliche habe ich es getrieben, bis mein menschliches System wirklich gelernt hatte: “Es kann nur etwas weh tun, was auch wirklich da ist“. —> Es ist und war die Benutzung der Psychologie, mit der man seinen ganzen Körper beeinflussen kann.
Wer glaubt, das ist Unsinn, Blödsinn oder Schwachsinn, der möchte sich ein Mal überlegen, was eigentlich Psychologie ist!

Amputationsschmerzen

Die besten Erklärungen dafür fand ich im Internet hier: http://www.onmeda.de/krankheiten/amputationsschmerzen.html  mit 11 Seiten und auch diese Seite: http://symptomat.de/Amputationsschmerzen

Ich war nie ein Freund von Tabletten, wegen der Nebenwirkungen. Beipackzettel lesen für mich das Schlimmste.

Nach der Amputation zu Hause angekommen, überlegte ich, was könnten diese Anti-Amputationsschmerztabletten für Schmerzen unterdrücken.

Wenn der Chirurg die menschliche Form verändert, müsste eigentlich etwas zu merken/spüren sein. Aber so viele wurden amputiert, da muss doch der Chirurg einen Weg gefunden haben, wie man getrennte Nerven, Muskeln, Sehnen, Fleischgewebe zu einem Stumpf formt, der fast schmerzfrei ist.

Ich habe auch diese Schmerztabletten eigenmächtig abgesetzt, nicht mehr genommen.
Immer habe ich mir überlegt, wie hoch der Schmerz von 1 (0) bis 10 ist. 0 oder 1 haben nur gesunde Menschen.
Egal ob ohne Liner oder mit Liner und selbst mit angezogenen Prothese merke/spüre ich etwas im Stumpf.
Auch beim Laufen merke ich bei jeden Schritt den Femur, den Oberschenkelknochen, wie er sich bewegt. Er ist nicht starr, da das menschliche Knie auch entfernt, amputiert wurde.

Im Laufe der Wochen und Monate habe ich gelernt, all diese unangenehmen Stumpf”gefühle” zu unterdrücken. Das sie zwar ständig da sind, aber sie im täglichen Alltag ganz einfach unterdrücke. Ich würde verrückt werden, wenn ich ständig daran denken würde.

Auch bei dem täglichen Laufen von “A nach B” habe ich aufgehört über jeden Prothesenschritt nachzudenken. Ich laufe drauf los und ich schaue nach links und rechts was es alles neues gibt. Erst bei krassen Unebenheiten verändert sich die Konzentration.

Erst wenn die kleinen und mittleren Wehwehchen größer werden, dann mache ich mir Gedanken. Kontaktiere meinen Orthopädietechnikermeister und finden gemeinsam eine Lösung.

Aber Schmerztabletten nehme ich keine, nur weil mir das Bein fehlt und ich immer etwas spüre. Da sind kleine und große Kopfschmerzen viel schlimmer. Da werfe ich mir eher eine Tablette ein 😉 .

 

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