Patienten dürfen Reha-Einrichtung frei wählen


Patienten dürfen Reha-Einrichtung frei wählen

22. März 2017: Wählt der Versicherte seine medizinische Rehabilitationseinrichtung frei aus, müssen Krankenkassen diese Leistung als Sachleistung erbringen.

Quelle: BDPK

Die zwischen Krankenkassen und Reha-Einrichtungen getroffenen Vergütungsvereinbarungen sind verbindlich. Mehrkosten sind zwischen Versichertem und Krankenkasse abzurechnen und müssen von der Krankenkasse begründet werden.

Der BDPK begrüßt das Ergebnis einer kürzlich beim BVA eingereichten aufsichtsrechtlichen Prüfung. Demnach gilt im Einzelnen:

  • Sachleistungsprinzip
    Stationäre Rehabilitationsleistungen sind durch die Krankenkasse als Sachleistung zu erbringen. Wählt der Versicherte eine Einrichtung mit Versorgungsvertrag, hat diese gegenüber der Krankenkasse einen Anspruch auf Zahlung der in dem für sie geltenden Kollektivvertrag geregelten Vergütung.
  • Transparenz über die Antrags-Prüfentscheidung
    Die Versicherten müssen aus dem Bescheid die Gesichtspunkte entnehmen können, die maßgeblich für die von der Krankenkasse getroffene Entscheidung (Angemessenheit des berechtigten Wunschs) war.
  • Abrechnung von Mehrkosten
    Ist die Wahl des Versicherten nach § 9 SGB IX in Verbindung mit § 40 Absatz 2 SGB V nicht angemessen, muss die Krankenkasse die durch diese Wahl entstehenden Mehrkosten vom Versicherten einfordern.

Seit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz können gesetzlich Krankenversicherte eine Rehabilitationseinrichtung mit Zahlung von sog. Mehrkosten oder mehrkostenfrei wählen, wenn sie berechtigte Gründe haben. Krankenkassen wie die DAK und IKK classic nehmen die freie Wahl einer bestimmten Klinik durch den Versicherten zum Anlass, die Vergütung der Klinik zu reduzieren. Die Reha-Einrichtung erhielt von der Krankenkasse einen Bescheid darüber, dass sie nur einen verminderten Kostensatz übernehme und die restlichen Kosten mit dem Versicherten abzurechnen seien. Teilweise sollte auch der Versicherte wie ein Privatpatient die gesamten Kosten mit der Klinik abrechnen und die Rechnung dann bei der Krankenkasse einreichen, die dann den Vergleichsklinikkostensatz erstattet.
Diese Bescheide hatte der BDPK an das BVA gesandt mit der Bitte um Prüfung. Um ein rechtskonformes Verwaltungshandeln der Krankenkassen sicher zu stellen, hat das BVA nun aufsichtsrechtliche Erörterungen mit der DAK und der IKK classic aufgenommen.

Ihr Ansprechpartner:
Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30

Da es mich nun selbst betrifft, mit der Wahl der Rehabilitationseinrichtung ( ich möchte mit dem elektronischen Knie noch das Treppe steigen und hinab gehen richtig lernen + das Schräge runter laufen, üben, festigen. [Erst nach zig Übungen, Training festigt sich eine gewisse Routine im Kopf, dass bestimmte Abläufe mit der Prothese einfacher und leichter gehen])

Mein Wunsch war wieder die Moritz Klinik in Bad Klosterlausnitz. Mein Kostenträger hat festgelegt, dass ich zu einer Reha für Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen fahren soll. —> Da gehe ich in den Widerspruch. Nun war ich zur 2. Reha in der Moritz Klinik im Herbst 2017.

  • Gemäß § 9 SGB IX und § 33 SGB I haben Versicherte bei der Durchführung einer stationären medizinischen Rehabilitationsmaßnahme ein Wahlrecht.
  • Gemäß § 13 Abs. 1 Satz 1 SGB VI bestimmt der Träger der Rentenversicherung u.a. die Rehabilitationseinrichtung nach pflichtgemäßen Ermessen. Dazu gehört auch, alle Umstände und Belange des Versicherten zu berücksichtigen.

Hier die Links für die Wortlaute der einzelnen Paragrafen:

Für Neugierige und Wissensdurstige die in die Inhalte aller Sozialgesetzbücher einmal schauen möchten:


Vor dem REHA Antrag, bzw. nach Erhalt der REHA Unterlagen

Ein Blick in das Kurklinik Verzeichnis, speziell diese Moritz Klinik in Bad Klosterlausnitz.
Es ist immer angebracht, VOR einem REHA Antrag zu überlegen, wo einem am besten geholfen wird. Es gibt Kliniken, die können 100 verschiedene Bereiche des Gesundheitswesens abdecken. Aber selten haben diese dann “Profi” Therapeuten.
Ich habe mich hinreißen lassen, dies zu schreiben, da ein Oberschenkelamputierter in die Sächsische Schweiz (Ort darf ich nicht nennen!) zur REHA musste, um den Umgang und das Laufen mit der Prothese zu lernen. Er war die 3 Wochen überhaupt nicht zufrieden mit der Therapie und der Gangschule.
Nutzen Sie zum Beispiel diese Webseite Kurklinik Verzeichnis. Die Seite besitzt eine Gliederung nach Bundesländer, der Indikatoren der Krankheiten und menschlichen Problemen, …
Und schauen Sie sich auf jeden Fall die Webseite Ihrer REHA Einrichtung, Klinik an! Es gibt Kliniken, die sehen wegen der Webseite so aus, als wollen sie nur Geld verdienen. SORRY!
Eine gute Webseite, die fertig geschrieben und gestaltet ist, die gibt Ihnen als Kranker, Behinderter, … so viele Informationen, dass Sie ewig lesen können und stets neues erfahren. —> Vorzeige – Webseite: http://www.moritz-klinik.de/


Hilfe der Kostenträger lehnt Wunschklinik der Reha ab!

Auf der BMAB Seite fand ich einen hoch interessanten Artikel
Wenn Sie nach langem Suchen Ihre Wunschklinik für die Reha gefunden haben, schreiben Sie Ihren Antrag zur Reha.
Aber was tun, wenn er abgelehnt wird. 4 Wochen haben Sie Zeit in den Widerspruch zu gehen. Haben Sie keine Angst.

Nutzen Sie die Möglichkeit!

Sie können sich aber auch Hilfe und Unterstützung holen. Es gibt den Arbeitskreis GESUNDHEIT e.V.
Er nennt sich auch: Ein starker Partner der Rehabilitation.

Was ist der Arbeitskreis:

Der Arbeitskreis Gesundheit e.V. ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Kliniken unterschiedlicher Fachrichtungen, der Informationen über die medizinische Versorgung veröffentlicht. Er unterstützt und berät Patienten und Patienten beratende Stellen wie Sozialdienste kostenlos, zum Beispiel bei der Reha-Antragsstellung.

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Der Arbeitskreis führt Sie in 6 Schritten zur Reha
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Wehren Sie sich bei Reha Ablehnungen oder andere Orte! Sie füllen ja nicht aus Spaß diese Unmassen von Antragspapier aus!

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